CALL AEROVIRONMENT
von Michael Löffler

DROHNEN
ICH WILL MEINEN KÜRZLICHEN ERFOLG WIEDERHOLEN
Vorwort
Am 10. Juli habe ich dir CALL AEROVIRONMENT empfohlen.
(siehe News vom 10. Juli 2026)
Verkauf am 15. August mit Gewinn 140 Prozent.
Ausgangslage
Die Aktie AEROVIRONMENT hat seit Mitte August (meinem Verkauf) wieder an Wert verloren.
Den aktuell tiefen Aktien Kurs nutze ich natürlich aus 😊
Aktueller Artikel zur Aktie AEROVIRONMENT
Kaum ein Unternehmen steht so exemplarisch für den Umbruch in der Rüstungsindustrie wie AEROVIRONMENT
Der US-Konzern aus Arlington bei Washington ist mit den Switchblade-Kamikazedrohnen einer der wichtigsten Ausrüster westlicher Armeen auf der Angriffsseite – und deckt seit der 4,1 Mrd. Dollar schweren Übernahme von BlueHalo im vergangenen Jahr zugleich die Verteidigungsseite ab: Drohnenabwehr, elektronische Kriegsführung und Laserwaffen.
Auf beiden Seiten der Front gebraucht zu werden, ist in dieser Branche ein seltener Vorteil. Im Sommer sorgte der erste Serienauftrag des Pentagons für eine Laserwaffe zur Drohnenabwehr für Schlagzeilen, ein Rahmenvertrag über mindestens 400 Mio. Dollar für das System Locust. Am vergangenen Mittwoch hat AEROVIRONMENT nun die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 vorgelegt, das am 1. August endete.
Sie zeigen, dass die Investmentstory äußerst attraktiv ist
Rekordumsatz und mehr Gewinn, als die Analysten erwartet hatten
AEROVIRONMENTS Umsatz stieg um 6% auf 480,5 Mio. Dollar, ein neuer Rekord für ein erstes Quartal und rund 25 Mio. Dollar über dem, was die Analysten erwartet hatten. Die Sparte Autonome Systeme, in der die Drohnen gebündelt sind, steuerte 346 Mio. Dollar bei, das Segment Weltraum, Cyber und gerichtete Energie (Laser), das im Wesentlichen aus der BlueHalo-Übernahme stammt, 134,5 Mio. Dollar. Entscheidender als das Umsatzwachstum ist für viele Investoren, was davon als Gewinn hängen bleibt – und auch hier enttäuschte AEROVIRONMENT nicht
Der Bruttogewinn legte um 31% auf 124,6 Mio. Dollar zu, die Bruttomarge stieg von 21% auf 26%. Ein Teil davon geht auf geringere Abschreibungen aus der Übernahme zurück, der größere Teil auf eine höhere Produktmarge, zu der die einzelnen Produktverkäufe 32,6 Mio. Dollar beisteuerten. Der operative Verlust schrumpfte daher von 69 Mio. auf nur noch knapp 11 Mio. Dollar, unter dem Strich blieb ein Fehlbetrag von 5 Mio. Dollar nach 67 Mio. Dollar im Vorjahr. Dabei muss berücksichtigt werden, dass in diesen Zahlen noch 43 Mio. Dollar an nicht zahlungswirksamen Kaufpreisabschreibungen stecken. Bereinigt verdiente AEROVIRONMENT 0,59 Dollar je Aktie, fast doppelt so viel wie vor einem Jahr und mehr als das Doppelte der Analystenschätzung von rund 0,25 Dollar.
Auftragsbestand auf Rekordniveau – erster Laserauftrag aus dem Ausland
Noch wichtiger als das abgelaufene Quartal ist das, was kommt. Der Auftragseingang erreichte 700 Mio. Dollar, das Verhältnis von Bestellungen zu Umsatz lag bei 1,4. Der finanzierte Auftragsbestand, also Aufträge, für die der Kunde das Geld bereits bewilligt hat, kletterte auf den Rekordwert von 1,5 Mrd. Dollar – 37% mehr als vor einem Jahr und 23% mehr als noch Ende April.
Darin enthalten ist der erste Auslandsauftrag für die Laserwaffe Locust im Volumen von über 50 Mio. Dollar
Genau diese Entwicklung war nach dem Pentagon-Auftrag absehbar: Auf den ersten Serienvertrag folgen weitere, und die Nachfrage aus dem Ausland setzt vermutlich gerade erst ein. Gerade aus Europa, wo die Nato die Drohnenabwehr als strategische Lücke identifiziert hat, dürfte es mit Aufträgen nicht lange dauern.
Die Prognose für das Gesamtjahr hat das Management allerdings nicht angehoben, sondern „nur“ bestätigt: 2,125 bis 2,225 Mrd. Dollar Umsatz, 305 bis 325 Mio. Dollar bereinigtes EBITDA und ein bereinigter Gewinn von 3,02 bis 3,34 Dollar je Aktie. Nach einem ersten Quartal, das bereits 0,59 Dollar beigesteuert hat, wirkt diese Spanne mit Blick auf die Dynamik etwas vorsichtig.
Das könnte daran liegen, dass sich die Produktion nicht ohne Weiteres ausbauen lässt. Der Ausbau der Fertigungskapazitäten und der Lieferkette steht bei AEROVIRONMENT entsprechend weit oben auf der Prioritätenliste, 100 Mio. Dollar fliessen in einen neuen Fertigungsstandort in Kalifornien.
Warum die Aktie trotzdem nahe dem Jahrestief notiert
Sie sprang am Tag nach den Zahlen deutlich nach oben, hat den Gewinn im schwachen Marktumfeld aber weitgehend wieder abgegeben und notiert bei rund 155 Dollar. Damit liegt sie keine 10% über ihrem Jahrestief und mehr als 60% unter dem Hoch vom vergangenen Oktober. Der Kurs spiegelt vor allem das schlechte Sentiment für Rüstungs- und Drohnenwerte wider, das sich seit dem Sommer über den gesamten Sektor gelegt hat.
Auf Basis der Gewinnprognose von gut 3 Dollar je Aktie kostet die Aktie das 50-Fache des laufenden Jahresgewinns. Das klingt teuer und wirkt abschreckend, aber der Gewinn soll laut Analystenkonsens in den kommenden beiden Geschäftsjahren um jeweils rund 20% steigen, und die Marge hat weiter Luft nach oben, wenn die Kaufpreisabschreibungen auslaufen. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei rund 224 Dollar, knapp 50% über dem aktuellen Kurs. Selbst die vorsichtigeren Häuser, die ihre Ziele im Zuge der Sektor-Neubewertung gesenkt haben, sehen die Aktie bei 170 bis 185 Dollar fair bewertet und damit rund 20% über dem aktuellen Niveau.
Keine Chance ohne Risiko
Sicher, die Kursentwicklung ist nicht kompletter Unfug. AEROVIRONMENT hängt am US-Verteidigungsbudget, und Verzögerungen bei der Haushaltsverabschiedung in Washington verschieben oder gefährden Aufträge
Drohnen und Drohnenabwehr sind die beiden Wachstumsmärkte der Rüstungsindustrie, und AEROVIRONMENT bedient beide. In der Ukraine gehen inzwischen mehr Verluste auf Drohnen zurück als auf jede andere Waffengattung, in Europa müssen Flughäfen, Kraftwerke und Häfen gegen Drohnen geschützt werden, und mit Locust hat AEROVIRONMENT als einziger Anbieter eine Laserwaffe zur Drohnenabwehr in der Serienfertigung
Hält die operative Dynamik an, wird die Aktie schnell in ihre Bewertung hineinwachsen und frische Gelder anziehen
Nach einem Rekordquartal, mit einem Rekordauftragsbestand und einem Kurs nahe dem Jahrestief erscheint die Aktie AEROVIRONMENT auf dem aktuellen Niveau äusserst aussichtsreich.
Mein Fazit
Ich schliesse mich diesem Artikel an.
Die Firma AEROVIRONMENT ist äusserst interessant aufgestellt und verfügt über entsprechende Erfahrungen und Produkte.
Ich empfehle erneut den Kauf von einem CALL AEROVIRONMENT.
Bei Interesse einfach melden...
